Make, n8n und Zapier sind drei der beliebtesten Werkzeuge, um Anwendungen ohne klassische Programmierung zu verbinden. Im direkten Vergleich Make vs. n8n vs. Zapier hat jedes Tool eigene Stärken — die richtige Wahl hängt von Ihren Anforderungen an Komplexität, Kosten und Datenschutz ab.
Zapier — der Einsteiger-Klassiker
Zapier ist am einfachsten zu bedienen und hat die größte Auswahl an fertigen App-Verbindungen. Ideal für lineare „Wenn X, dann Y“-Abläufe und Teams, die schnell ohne technisches Wissen starten wollen. Abgerechnet wird pro Aufgabe (Task), was bei großen Mengen teuer werden kann.
Make — visuell und mächtig
Make (früher Integromat) bietet einen visuellen Editor, mit dem sich auch verzweigte, komplexe Szenarien mit Schleifen und Datentransformationen abbilden lassen — bei gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Lernkurve ist etwas steiler als bei Zapier, der Funktionsumfang dafür größer.
n8n — flexibel und self-hosted
n8n ist Open Source und lässt sich self-hosted auf der eigenen Infrastruktur betreiben. Das bringt zwei große Vorteile: volle Datenhoheit (relevant für die DSGVO) und keine Kosten pro Ausführung — egal ob 1.000 oder 1 Million Durchläufe. Dafür braucht der Betrieb etwas mehr technisches Setup. Mehr dazu in unserem Beitrag Wann n8n selbst hosten?.
Der Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | Zapier | Make | n8n (self-hosted) |
|---|---|---|---|
| Einstieg ohne IT-Wissen | Am einfachsten | Etwas steilere Lernkurve | Technisches Setup nötig |
| Komplexe, verzweigte Workflows | Eher lineare Abläufe | Schleifen und Datentransformationen | Voller Funktionsumfang |
| Kosten bei hohem Volumen | Abrechnung pro Aufgabe — steigt mit dem Volumen | Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis | Keine Kosten pro Ausführung, nur der Server |
| Datenschutz / DSGVO | Daten liegen beim Anbieter | Daten liegen beim Anbieter | Volle Datenhoheit, Daten bleiben im Haus |
| Auswahl fertiger App-Verbindungen | Am größten | Groß | Open Source, eigene Nodes möglich |
| Betrieb und Wartung | Vollständig gehostet | Vollständig gehostet | Eigenbetrieb oder gemanagtes Hosting |
Kurz zusammengefasst: Beim einfachen Einstieg liegt Zapier vorn, bei komplexen Szenarien Make und n8n, und bei hohem Volumen sowie Datenschutz ist self-hosted n8n im Vorteil.
Welches Tool für wen?
Für einfache, schnelle Verknüpfungen ohne IT-Aufwand ist Zapier gut. Wer komplexere Abläufe zu fairen Kosten braucht, fährt mit Make hervorragend. Wer maximale Kontrolle, Datenschutz und Skalierung ohne nutzungsabhängige Kosten will, ist mit self-hosted n8n richtig. In der Praxis kombinieren viele Unternehmen die Tools auch — je nach Anwendungsfall.
Wir arbeiten herstellerunabhängig mit allen dreien und empfehlen das Tool, das zu Ihrem Ziel passt — nicht das, an dem wir am meisten verdienen. Womit wir Unternehmen konkret unterstützen, steht in unserem Leistungsüberblick.
Quellen
Häufige Fragen
Ist n8n wirklich kostenlos?
Die Community-Edition von n8n ist kostenlos und self-hosted nutzbar. Kosten entstehen für den Server sowie optional für Einrichtung und Betrieb. Es gibt keine Gebühr pro Workflow-Ausführung.
Kann ich von Zapier zu Make oder n8n wechseln?
Ja. Bestehende Automatisierungen lassen sich nachbauen — oft mit geringeren laufenden Kosten. Ein direkter 1:1-Export ist meist nicht möglich, der Umbau aber überschaubar.
Welches Tool ist am DSGVO-konformsten?
Self-hosted n8n hat hier den Vorteil, weil Daten auf Ihrer eigenen Infrastruktur (z. B. in Deutschland) bleiben. Bei Cloud-Tools sollten Sie Standort und Auftragsverarbeitung prüfen.

